Örtliches Siedlungswerk

Ebenfalls im Herbst 1945 wurde kirchlicher Boden zu Siedlungsgelände erklärt. Die Hettinger Bevölkerung zeichnete für das örtliche „Siedlungswerk“ 300 000 RM als Startkapital. Erzbischof Dr. Conrad Gröber Freiburg steuerte 50 000 RM bei.

Als Planer und Bauleiter verpflichtete Pfarrer Magnani den später so berühmten Architekten Egon Eiermann. Dieser hatte, vor dem Bombenhagel in Berlin flüchtend, bei seinen Verwandten in Buchen Zuflucht gefunden (sein Vater stammte von dort).

Magnani wäre nicht Magnani gewesen, wenn er nicht diesen arbeitslosen Architekten Eiermann beauftragt hätte, hier sein Können einzubringen und sich einige Mark zu verdienen. Denn durch seine vielfältigen Beziehungen nach Mannheim wäre es für ihn eine Leichtigkeit gewesen, von dort einen namhaften Architekten für die Planung der Hettinger Siedlungshäuser zu gewinnen.

Wegen des Mangels an Baumaterialien - alles war nur auf Bezugsscheine zu erhalten - waren die weitreichenden sehr guten Beziehungen von Pfarrer Magnani zu Mannheimer Firmen von großem Nutzen.

Von der Baugrube zu den ersten vier Siedlung-Häusern.